Samstag, 19. Dezember 2009

Rio Dúlce, Livingston

Da die Karibikkueste von Guatemala zur Zeit nicht sehr sicher ist (Tote, Ueberfaelle) war fuer uns klar hier nicht lange zu bleiben, dafuer aber ins kleine Land Belize zu reisen. Rio Dúlce ist nicht gerade schoen. Klein, stickig und nervende Maenner. Deshalb waren wir im Hostel ausserhalb der City. Nach unserem super Quirigua-Tag wollten wir die Umgebung von Rio Dúlce erkunden. Wir fuhren nach El Paraiso wo es einen schoenen Wasserfall hat der von einer warmen Quelle entspringt. Nach einem ruhigen Spaziergang durch den Wald erreichten wir die Stelle. Super schoen und noch schoener zum baden. Vom Wasserfall prasselte heisses Wasser (wirklich heiss) auf unsere Koepfe. Das Wasser war spiegelklar und es hatte kleine Fische. Eine schoene Relaxingstelle, welche auch von Einheimischen viel genutzt wird. Wir traffen dort Kanadier, welche uns auf der Ladeflaeche ihres Pickups zurueck nach Rio Dúlce fuhren. Der Wind und der Staub fegte uns um die Ohren aber es war super! Am spaeteren Nachmittag besuchten wir das Castillo de San Felipe. Da wir 20min vor der Schliessung hineingingen handelten wir einen super Preis aus, alles natuerlich steng Geheim wie uns der Billetverkaeufer eintrichterte! :) Kleine Festung mit schoener Aussicht.
Am naechsten Tag fuhren wir nach Livingston. Livingston ist nur per Boot ueber den Izabal See zu erreichen. In meinem Guide stand, dass es eine der schoensten Fahrten sei und es war wirklich so. Huegel, Baeume, Seerosen und Lagunen. 2h zum relaxen. Der Zufall wollte es, dass ich auf dem kleinen Boot Guillaume (Franzose vom Lago Atitlan) wieder traf. In Livingston meint man in einem anderen Land zu sein. Karibik puur! Dunkelhaeutige Menschen, Tropicalsound aus allen Restaurants aber sonst pott haesslich! :) Keine schoenen Straende und wir hatten ein horror Hostel, zudem hatte Livingston kein Wasser an diesem Tag und irgendwie sind alle auf Drogen. Tja, es war ja nur fuer eine Nacht. Ich hatte mit Abstand meine schlimmste Nacht und war am naechsten morgen froh Guatemala verlassen zu koennen um Belize kennenzulernen.

Quirigua

Ja das war ein Abenteuer. Von Copán sind Jeannine und ich nach Rio Dúlce gereist und haben uns dort in einer schweizer Unterkunft "Casa Perico" niedergelassen. Super Hostel mitten im Wald und nur per Boot erreichbar. Am naechsten Tag waren wir um 9.00 Uhr bereit und warteten auf den Bus nach Quirigua. In Quirigua hat es die hoechsten Stelen der Mayawelt. Die Fahrt dauert eigentlich knapp 90min, aber.....
natuerlich waren wir im Bus und es musste alles anders kommen. Die ersten 50min verliefen normal. Wir waren die einzigen Turisten und amuesierten uns ab den Gespraechen der andern. Auf einmal standen wir still. Wir sahen aus dem Fenster eine riesige Blechlawine. Kann passieren dachten wir und hofften, dass der Stau sich bald aufloesen wuerde. 3 Stunden spaeter standen wir leider immernoch an der selben Stelle. Es gab 10min vor Quirigua einen schweren Verkehrsunfall mit Toten und da wir hier in Zentral Amerika sind geht nicht alles so schnell mit dem aufraeumen. Irgendwann fuhr ein Krankenwagen vorbei und wir standen immernoch. Gewisse Lastwagenchauffeure sind sich das gewoehnt und haben ihre Haengematte immer griffbereit zum schlafen dabei. :)
Ja und nach knapp 6 Stunden an der selben Stelle im nirgendwo konnten wir weiterfahren. Die Unfallstelle sah nicht sehr spektakulaer aus aber wie wir spaeter erfuhren, fuhren 4 betrunkene junge Maenner mit Drogen in ihren Pickup in einen Lastwagen.. dementsprechend flach war ihr Auto! 3 Tote und 1 Verschwundener.. um 16.00 Uhr erreichten wir Quirigua. ein Tuc-Tuc-Taxifahrer brachte uns zu den Ruinen und versprach uns in 50min wieder abzuholen da dann der Park schliesst. In 45min rannten wir durch den Park um moeglichst viel zu sehen. DIe Stelen sind wirklich hoch jedoch nicht so gut ausgearbeitet wie in Copán. Die Parkanlage war sehr gepflegt. Der Tag war einfach perfekt und er wurde noch perfekter. Unser Taxifahrer kam natuerlich nicht.. Zum Glueck hatten wir ihn noch nicht bezahlt. Wir quetschten uns auf ein Motorrad von einem jungen Herrn der so freundlich war und uns gratis zurueck nach Quirigua brachte. Fuer uns war klar, dass wir nicht hier uebernachten wollten und mussten nun einen Bus finden fuer die Rueckfahrt nach Rio Dúlce. Wir traffen unseren Tuc-Tuc-Fahrer wieder und dann begann eine Bus- Aufholjagd, da wir den Bus natuerlich gerade verpasst hatten. Der naechste wuerde erst in 4 Stunden fahren. Mit dem Tuc-Tuc hatten wir leider keine Chance an den Bus heranzugelangen worauf wir zurueck zur Bushaltestelle fuhren. Wir waren darauf eingestellt nun zu warten aber am Ende des Tages hatten wir doch noch Glueck da 5 min spaeter ein Bus hielt der uns sicher und in 90min zurueckbrachte. Was fuer ein Tag!

Dienstag, 15. Dezember 2009

Macaw Mountain Park

Am Morgen bevor wir nach Rio Dulce abreisten besuchten wir in Copan den Macaw Mountain Bird Park. Dort werden Voegel, welche als Haustiere gehalten wurden hingebracht und dort teils frei gehalten. Mitten im Wald hat es einem Fluss, Gehaege und Plaetze wo sich die Voegel aufhalten. Verschiedene Arten von Papageien, Tucane, Eulen, und andere Voegel. Man sieht die Tiere aus naechster Naehe und wir zum lebendigen Papageienbaum! :) Neben den Tieren dort sieht man aber auch exotische Pflanzen und kleinere Tiere wie ganz blaue Libellen.

Samstag, 12. Dezember 2009

Honduras, Ruinas de Copan

Um 4.00 Uhr morgens gings los nach Copan. Durch die rasante Fahrt benoetigten wir nur vier Stunden anstatt sechs! An der Grenze wechselten wir einwenig Geld und suchten uns anschliessend in Copan ein Hostel. Copan ist eine relativ kleine Stadt und nicht sehr turistisch. Im Cafe Via Via lernten Jeannine und ich Mario aus Deutschland kennen. Er schloss sich uns gleich an uns so machten wir uns zu drit auf den Weg zu den Ruinas de Copan. Wir nahmen uns einen Guide, Fidel, und hatten eine knapp 3 stuendige Fuehrung durch die Tempel, Statuen und andere Ruinen. Super schoen und sehr empfehlendswert! Die Tempel duerfen teils bestiegen werden. Von oben hat man eine super Aussicht. Die Arbeit der Mayas ist sehr eindruecklich und mit viel Liebe fuers Detail gemacht, deswegen werden die Fundstuecke auch regelmaessig mit der Zahnbuerste geputzt. Von Monstern, ueber Goetter, spezielle Treppen gibt es viel zu sehen! Am Schluss stiegen wir auf die Akropolis und sahen das sehr saftige Gruen der Baeume hier in Honduras. Die Sonne ging langsam unter und wir mussten die Fundstaette verlassen. Beim Ausgang hatte es sechs grosse Aras welche frei dort leben. Es war ein schoener Tagesausflug. Wir assen z'Nacht und reisten bereits am naechsten Tag zurueck nach Guatemala Richtung Rio Dulce.

Freitag, 11. Dezember 2009

Monterrico Pazifikkueste

Am 29.11.09 traff ich Jeannine in Antigua. Sie war mit mir in der Schule in Ecuador und wir entschieden uns einen Teil zusammen zu reisen in Guatemala. Am naechsten Tag fuhren wir nach Monterrico. Sonne, Strand und Palmen erwarteten uns. Johnny's Place ist ein gutes Hostel direkt am Stand mit Restaurant. Monterrico ist nicht sehr gross aber uns wurde gesagt, dass 17000 Leute hier wohnen..!? Ich wuerde ein 0 streichen um auf die richtige Zahl zu kommen.. :)
farbige Haeuser, kleine Restaurants, kleine Laeden und eine entspannte Stimmung. Am selben Abend konnten wir einer Schildkroeten Organisation helfen ca. 100 frisch geschluepfte Schildkroeten ins offene Meer zu bringen. Diese Organisation sammelt in der Nacht die Eier ein und wartet dann bis die kleinen Tiere schluepfen und bringen sie dann in die Freiheit. Durch das haben sie groessere Ueberlebenschancen. Die Schildkroeten waren ganz schwarz und suess.! :)Nach unserer ersten Nacht machten wir am Morgen eine Mangroventour. Zusammen mit 4 andern sassen wir in einem Holzboot und fuhren durch verschiedene Lagunen und durch Mangrovenwaelder. Wir sahen viele Pflanzen und Voegel. Das fruehe aufstehen hat sich gelohnt. Die restliche Zeit genossen wir das "nichts-tun". Nach 2 Naechten gings zurueck nach Antigua.. Antigua ist ein sehr gutes Ausgangszentrum. Aber bereits am naechsten Morgen gings um 4.00 Uhr weiter nach Honduras, Copan.

Lago Atitlan

Am 27.11.09 startete ich alleine meinen Trip nach Lago Atitlan. Dieser Bergsee liegt ca. 2 1/2h von Antigua entfernt. Am Nachmittag fuhr ich mit dem Shuttle nach Panajachel. Da ein Busfahrer umgebracht wurde gab es einen grossen Stau und ich kam erst nach 5h an! Panajachel ist ein Dorf am Ufer des Sees. Von dort kann man Boote nehmen, welche einem zu den andern Doerfer um den See bringen. Der See ist wirklich schoen. Im Hintergrund sieht man 3 Vulkane und viele Baeume. Leider ist er durch die Erderwaerumg "gekippt" so das er nun nicht mehr als klarer Bergsee bezeichnet werden kann. Es schwimmen wie gelbe Schwaeme im See und es liegt viel Abfall drin. Der See wird als Muehlhalde von den Anwohnern genutzt! Im Shuttle lernte ich Isa (CH) und Katja (DE) kennen. Zusammen nahmen wir ein Boot. Ich stieg ich San Marcos aus und die andern 2 fuhren weiter nach San Pedro. San Marcos ist ein ganz kleines Dorf zwischen Blumen und Baeumen. Es gibt dort 6 Hostels und 2 Strassen. Ich fand ein schoenes Hostel und lernte am Abend im Hostelrestaurant Guillaume kennen aus Frankreich. Alleine ist man definitiv nie. Am naechsten Morgen machte ich einen kurzen Spaziergang in San Marcos um Fotos zu machen. Danach Fuhr ich mit dem Boot nach San Pedro. San Pedro ist eine kleine Stadt und gefaellt mir gut. Ich leistete mir dort ein teures Hostel dafuer hatte ich ein grosses Zimmer mit Seesicht. Als ich am naechsten Morgen den Sonnenaufgang sah wusste ich wiso ich mehr bezaht hatte. Es war wunderschoen! Am Nachmittag machte ich mich wieder auf den Weg nach Antigua. Es lohnt sich den See zu besuchen.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Vulcano Pacaya

In Guatemala wimmelt es nur so von Vulkanen. Von Antigua sieht man 3 verschiedene und unteranderem den Vulkan Agua, welcher genau im Sueden der Stadt steht und so super zur Orientierung hilft. Viele haben mir von den Aktiven Vulkanen erzaehlt. Fuer mich war klar, dass ich einen besteigen moechte. Das tat ich am 26.11.09 zusammen mit Darya, Hazel (aus meinem Hostel) und 6 anderen. Um 14.00 Uhr wurden wir von einem Shuttelbus abgeholt und fuhren 90min Richtung Sued-Ost zum Vulkan Pacaya. Die 2h Wanderung mit einem Guide verging schnell, unser Lauftempo war aber auch definitiv zu schnell! Man hatte die Aussicht auf 3 andere Vulkane. Das letzte Stueck fuehrte ueber erloschene Lavasteine bis wir einen Lavastrom sahen. Die Sonne ging gerade unter und vor uns gluehte die Lava. Ein ganz schoener Moment. Die Lava war extrem heiss und richtig dickfluessig. Im Dorf unten kauften wir einen Sack Marshmallows, welche wir oben schmelzen und essen wollten, leider hatte es keine Aeste. Aber auch ungeschmolzen schmecken sie gut! :)
Nach 25min mussten wir wieder zurueck gehen aus Sicherheitsgruenden. Ohne Taschenlampe waeren wir nicht heruntergekommen. Es war stockfinster und der Mond spendete leider nicht viel Licht. Wir kamen unten an und wurden von unserem Shuttle wieder abgeholt. Um 21.30 Uhr waren wir zurueck in Antigua!